Konsequenzen ohne Gewähr

Ich bin noch da. Leise, still und heimlich. Von vermisst kann nicht die Rede sein. Von verbittert schon eher. Mit Herz im künstlichen Koma, fremdbestimmt – oder selbstbestimmt, aber nicht in Einklang mit dem Hirn. Ich lüge. Ich lüge mich selbst an. Ich lüge andere an. Vor allem belügt mein Gefühl mein rationales Denken und andersherum. Gegeneinander verschworen auf Kosten meines Nachtschlafs. Das Selbst-Vertrauen leidet ein wenig, wenn das Selbst sich nicht einig ist, worauf es hören soll. Der Wunsch des Hierseins steht entgegen dem Wunsch des Woandersseins. Flucht ist nicht Rückzug. Flucht nach innen ist Selbstbetrug, Binnenkrieg. Und kopflose Blindflucht ist Fremdbetrug. Um danach zu merken: fremde Arme halten dich auch nicht sicherer als die, aus denen du geflüchtet bist. Danach hast du dann nichts mehr, nur noch das Gefühl, keinwegs klüger oder glücklicher geworden zu sein, nur ein bisschen abgefuckter. In ein, zwei Wochen ist alles vergessen. In ein, zwei Wochen findet sich wieder irgendetwas zum Hineinstürzen, um immer nur an den Folgen zu verzweifeln anstatt die Ursachen aufzuklären.

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