Ausgeglichenheit vs. Gleichgültigkeit

Im Moment weiß ich nicht genau, woraus ich meine Motivation ziehen soll. Von Tag zu Tag ein neuer Versuch. Gestern schöpfte ich aus Solarenergie. An manchen Morgenden ist die Pflicht der Antrieb. An anderen Morgenden möchte ich die Pflicht zum Klo runterspülen wie unverdauliche Essensreste.

Wie leicht lässt sich eigentlich Gleichgültigkeit mit Ausgeglichenheit verwechseln? Wo ist die Kreuzung, an der man die Kurve kriegen muss? Oder haben beide Gemütszustände verschiedene Ausgangspunkte? Gibt es einen Kausalitätszusammenhang? Wenn man sich ausgleicht, ausbalanciert, sodass man nicht mehr schwankt, aber auch nicht mehr tendiert, sodass beide Seiten jenseits des Grats einen gleichsam anziehen – dann kann es einem doch nur noch gleich sein. Gleichgültig, solange bis man absichtlich abspringt, eigeninitiativ den Abst0ß einleitet.

Ich möchte so gern, dass Dinge etwas bedeuten. Sinn. Aktion und Reaktion. Ich wünschte, die Welt wäre ein nachvollziehbarer Ort. Es ist mir nicht gleichgültig. Ich bin nicht ausgeglichen. Aber ich hätte gerne einen Schalter, der das punktuell ändern kann. Dann müsste ich mich nicht so viel aufregen. Dann könnte ich öfter ruhig bleiben. Und von außen wäre es dann sowieso egal, ob das an Ausgeglichenheit oder an einer Scheißdrauf-Attitüde läge.