Zuneigungsbekundung

Das Wochenende war wirklich schön. Die letzte Woche war nicht die schlechteste. Ich hab nicht viel geschafft, aber mehr als absolut gar nichts. Am Freitag war ich in Aachen (es war so kalt! Ich dachte, es wird jetzt Frühling!), Kaffeetrinken mit meiner wunderbaren Freundin, Lindt-Outlet durchforsten mit ihr und meinem Festen. Immer aufregend, wenn man sich unbekannte Freunde einander vorstellt. Ging natürlich alles gut. Weil ich in solchen Momenten immer das seltsamste Verhalten an den Tag lege, muss ich in der Dreierkombination am ehesten wie der Fremdkörper gewirkt haben und die anderen beiden wie gute Freunde. (Albernheitsgedanken: „Schön, dass ihr euch so gut versteht, aber ich bin hier das verbindende Glied! Hört auf, mich eifersüchtig zu machen!“) Es war ein schöner Tag. Abends von Aachen zu ihm, Essen, Bier, Schokoladensichtung. Am Samstag sind wir irgendwann nachmittags nach Köln gefahren. Im Bus fühlte ich mich bei „Wer bin ich?“ wieder wie auf früheren Autoreisen zu den Großeltern. Ich mag es, auch manchmal noch Kind sein zu dürfen. Ich mag es, „Du bist doof“ sagen zu dürfen und ihn daraufhin zu küssen. (Ohnehin scheinen doch liebevoll geäußerte Beleidigungen die neuen Zuneigungsbeweise zu sein, neben der Ausgabe des WLAN-Passworts.) In Köln liefen wir ziellos umher, vertrieben uns die Zeit bis zum Sushi-Date mit seiner besten Freundin und ihrem Freund. Halb erfroren, halb betrunken nach einem Bier auf nüchternen Magen war’s dann um kurz vor neun endlich so weit und wir haben uns bis kurz vor elf mit Begeisterung durch die gesamte „All you can eat“-Karte gefressen. Es war so gut. Der Bauch danach so voll. Dann rollten wir zum Bahnhof, mussten x-mal in Züge und Busse umsteigen und waren dann um kurz vor halb drei bei ihm zuhause. So liebe ich doch Wochenenden. Mit abschließendem Serienmarathonsonntag. (Fargo!)

Vielleicht werde ich ihn sogar etwas mehr vermissen bis wir uns überübernächstes Wochenende erst wiedersehen. (Familienbesuch zwischendurch. Verbunden mit Friseur, Theater und Olli Schulz. Das beste rausholen aus dem Drunter und Drüber des Familienlebens.)

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Rezessive Selbstsicherheit, dominante Depressivität

Sich selbst nicht genug sein. In der Gruppe ein Puzzlestück, allein dann aber die Verlorenheit in Person. Selbst 14 Quadratmeter sind zu viel Raum, zu viel Leere. Ein Häufchen Elend, was sollen denn schon wieder die Tränen? Trüber Himmel, trübsinniges Gemüt, Trübsal bläst mir um die Ohren, durch den Kopf. Fröstelnd, zitternd wie von Abhängigkeit. Gestern noch und die Tage davor, da war ich noch ein Teil von, heute bin ich nicht genug allein. Kopfschmerzen, Magendrücken. Ibuprofen, mein Freund. Essen nicht bei mir behalten, meine Erleichterung. Anfangen, anfangen, ablenken, weglenken, wegdenken, was soll dieses Gefühl schon wieder? Was ist denn hier so schwer auszuhalten? Bitte lenk mich ab, bring mich vom Weg ab, zeig mir einen Weg, ich sehe nichts und ich will nichts sehen, nur davon träumen, dass es anders sein könnte.

Ich habe seit mindestens vier Wochen nicht mehr mit meiner Familie telefoniert und ich traue mich auch nicht, sie anzurufen. Ich müsste lügen, wie es mir geht, weil ich es nicht erklären könnte. Ich würde womöglich weinen und das würde sie traurig machen. Ich müsste sagen, dass ich nicht das schaffe, was ich schaffen müsste. Dass ich mich wie eine Versagerin fühle, weil ich die Kämpferin in mir nicht finden kann. Ich könnte sagen, dass ich superliebe Freunde habe, „einen Freund“, von dem ich nicht mal weiß, weshalb er „mein Freund“ ist. Ich seh ihn doch nur am Wochenende. Ich gehe doch nur auf die Nerven mit meiner ständigen Heulerei. Essen, Trinken, Sex. Das verbindet uns. Und sonst? Warum soll man das Beziehung taufen? Und immer sitzt mir die Angst im Nacken. Sie sagt mir, dass ich zu nichts zu gebrauchen bin. Nichts kannst du wirklich. Man braucht dich nicht. Du bereicherst kein Leben in einer Art, wie es nicht auch jemand anders könnte. Du gehst im Überfluss unter. Zu negativ, zu rezessiv, um sich durchzusetzen. Die natürliche Selektion wird dich beseitigen. Wie es sich gehört.

Vom Verlieben und Kompromisslosigkeit

Manchmal muss man Kompromisse eingehen und manchmal gibt es keine Kompromisse. Ein Kompromiss ist eine „Übereinkunft durch gegenseitige Zugeständnisse“ und ein Zugeständnis wiederum ist das „Entgegenkommen in einer bestimmten Angelegenheit unter Berücksichtigung von Wünschen und Bedürfnissen der anderen Seite“ (laut Duden). Wenn ich also die Bedürfnisse und Wünsche von einer Seite nicht berücksichtigen kann, weil sie im Widerspruch zu den jeweils anderseitigen Bedürfnissen und Wünschen stehen, dann kann ich in einer Angelegenheit nur unter Missachtung einer der Seiten ein Entgegenkommen zur jeweils anderen erreichen, dann ist es jedoch kein Zugeständnis und somit auch kein Kompromiss. Manche Angelegenheiten verlangen nach kompromisslosen Entscheidungen. Und damit bin ich nie glücklich.

„Man kann es nicht allen rechtmachen.“
„Bleib dir selbst treu.“
„Verbieg dich nicht.“
„Setze Grenzen.“

Dass. Ich. Nicht. Lache.

Mir ist aufgefallen:

  • Wenn ich eine Person mag, insbesondere einen Mann, dann gibt es für mich zwei Möglichkeiten, wie ich das emotional handhabe. Ganz oder gar nicht. (A) Überemotionalität, Abhängigkeit, Komplikationen, Drama, Unsicherheit, Aufmerksamkeit, Klammerei im Kopf. Oder (B): ey, ich bin cool, ich häng nicht an dir, ich halte mir Hintertürchen und Optionen offen, ich bin unverletzlich, wir schauen, wie’s läuft und wenn’s nicht mehr läuft, dann lassen wir’s und gut ist. Die Richtung hängt von mindestens zwei Faktoren ab. 1. Grundsätzliches Interesse, es nicht bei einer Einmaligkeit zu belassen. 2. Zeit. Ich kann am Anfang einer nicht einmaligen easylockerflockigen Sache noch so fest davon überzeugt sein, dass es aufgrund von Unlust auf Komplikationen einfach so bleiben soll…doch dann vergeht Zeit. Und im einfacheren Fall verliere ich das Interesse, weil andere tatsächlich interessanter werden, im zweiten („Oh, ich habe doch ein Herz“-)Fall jedoch mag ich den plötzlich wirklich. Und damit beginnt die Schleife unter Möglichkeit (A). Anstrengend. Sehr anstrengend. Für beide. Und bisher nie mit gutem Ende.
  • Ich verliebe mich immer nur in Männer, die mich zum Weinen bringen.

Ich habe früher sehr oft geweint und vor allem noch sehr viel unkontrollierter als heute. Es war (und ist) ein Ventil und es öffnete sich ständig. Traurigkeit, Angst, Mitgefühl, Wut – egal: Tränen. Um das zu vermeiden, hab ich mir angewöhnt, lauter zu sein. Zetern, jammern, aufregen, lästern, beschweren, wüten, schnauben, fluchen, all das hilft, um nicht zu weinen. Es vermittelt einen anderen Eindruck, nicht unbedingt positiver, aber extrovertierter und das ist erfahrungsgemäß beliebter. Funktioniert nicht immer. Phasenweise werde ich zur Heulsuse par excellence. (Anstrengend. Sehr anstrengend. Für alle.) Ich lache auch gerne. Ich würde von mir behaupten, ich hätte Humor und ich mag Menschen, die das teilen und mit denen man einfach mal herumblödeln kann. Ich mag das auch bei Männern, natürlich. Einen Mann, mit dem ich lachen kann, möchte ich wiedertreffen, mit ihm was trinken gehen, Party machen, mich gut unterhalten. Bei sexuellem Interesse auch die Bandbreite erleben, die darunter fällt. Ein Mann, mit dem ich richtig lachen kann, könnte fast ein Traummann sein. Aber Männer, die mich zusätzlich zum Weinen bringen und mich in die Teilzeitverzweiflung und totaltraurige Aufgelöstheit treiben, in solche Männer verliebe ich mich. (Wtf.)

Unumwundenes Gewirr

Über die Weihnachtsferien etwas für die Uni gemacht? Natürlich nicht. Über die Weihnachtsferien etwas getan, um alte Freundschaften zu erhalten? Nein, nur davon gesprochen. Die Weihnachtsferien genutzt, um besinnlich Zeit mit der Familie zu verbringen? Es nahezu versucht zu vermeiden. Hallo, Familie. Ein paar Worte am Frühstückstisch, ein paar Worte auf dem Sofa, da, wo…sonst früher einmal ein Tannenbaum den Fußboden vollgenadelt hat. Ein paar Worte im Auto, auf dem Weg zu den Großeltern, da, wo man isst, um Liebe zu beweisen. Neben Überfüllung durch fettiges Essen auch viel Wut im Bauch. War meine Mutter immer schon so unglücklich? So mitteilsam? So betont bedürftig? Ist es ihre verspätete Midlife Crisis oder das Gegenteil von nostalgischer Verklärung der Vergangenheit? Scheißjahr, Scheißjahr, Scheißjahr!, tönt es aus allen Ecken. Ein Echo, das ins „Neue Jahr“ herüberhallt.

Kurz vor Weihnachten kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit Drogen, wie man sich Drogen mit Kinderaugen vorstellt: Drops zum Einwerfen, nicht zu verwechseln mit Medizin. „In Kontakt“ heißt, eine Pille lag auf einer Handfläche vor meinen Augen und war real, in meine Lebenswirklichkeit hineinkatapultiert worden und ich wollte den freudlichen Kerl, der zur Handfläche gehörte, schütteln dafür, dass er mir meine naive Vorstellung raubte, dass manche Dinge nur fern von mir eine Rolle spielen. (Nein, sie spielen auch eine Rolle direkt vor meinen Augen, direkt in meinem näheren oder entfernteren Freundeskreis, in meinem Leben.) Ich wollte ihn schütteln dafür, dass er mir diese Möglichkeit bot, ich wollte weglaufen. Stattdessen schüttelte ich nicht ihn, sondern meinen Kopf, blieb stehen als die anderen weitergingen (bis meine Freundin mich wieder einsammelte) und weinte eine beträchtliche Zeit der Stunden, die wir im Club in Köln verbrachten. Dieser Abend hat wahrscheinlich ohne Drogeneinwurf mehr mit mir gemacht als es eine Pille hätte auslösen können. Es mag albern sein, wie sehr mich diese (Nicht-)Erfahrung mitgenommen hat. (Denn „ich bin doch kein Kind mehr“.)

Was noch? Ich habe wieder einen Menschen enttäuscht, vielleicht verloren. Hier stößt man eine Tür auf, dort schlägt eine zu. Manchmal eröffnen sich tolle Möglichkeiten. Manchmal eröffnet sich ein (metaphorischer) Schlafsack und man verschließt die Tür vorm Himmelbett. Weil man es nicht besser wusste. Oder weil einem kurz mal mehr nach Zelten war als nach Prinzessinspielen.

Ich sage oft Dinge, die ich so meine, aber eigentlich widerlegt haben will. Es gibt Frauen, die sagen „Ich bin dick“ und möchten, dass man(n) ihnen widerspricht. Ich sage „Ich bin wohl kein Beziehungsmensch“ und irgendwann kommt das „Du hast wohl recht“. Das muss nicht schlimm sein, wenn der Rahmen des zwischenmenschlichen Geplänkels von Anfang an abgesteckt war. Aber dieser Satz scheint auch ein Verfallsdatum zu markieren. (Und vielleicht nimmt genau das den Druck, der dem Wort „Beziehung“ innewohnt und mich abschreckt.)

Das Jahr mit Motto und erlogenem Glück

Arsch. Müsste ich ein Banner über die letzten 24 Monate spannen, das mein Verhalten betiteln sollte, käme ich wohl nicht besonders gut dabei weg. Es ist ganz schön, sich auch mal etwas herauszunehmen, das man sich zuvor nicht (zu)getraut hat; aus sich herauszugehen, Schritte zu machen, weil…warum denn nicht? Man kann aber auch zu weit gehen. Damit meine ich nicht nur Aufdenschlipstreterei, sondern vielmehr echtes Arschlochgehabe. Vor allem, wenn es die Falschen trifft und man es zu spät bemerkt. Ein Abend Egopinselei kann ziemlich viel kaputt machen. Und, ey, Bitch, so läuft das nicht: am Freitagabend willst du einen Mann, der dir die Meinung sagt, weil du merkst, dass er genervt ist (zurecht), vielleicht sogar verletzt (zurecht). Einen Mann, der den Mund aufmacht und nicht alles mit sich machen lässt, über sich ergehen lässt, weil er nett ist, dich mag (noch). Und du provozierst, stößt ihm vor den Kopf, lässt ihn auflaufen und wünschst dir idiotischerweise einen Ausraster, etwas, das dich davor immer so gestört hat beim anderen, aber ohne geht auch nicht. Immer nur lieb geht auch nicht. Es macht dich beinahe aggressiv, so untergründig aggressiv, dass er nicht auf den Tisch haut, weder wörtlich noch metaphorisch. Nur kurz, fast, aber zu wenig. Bist abweisend, aber nicht genug. Bist wütend, auf ihn, aber noch mehr auf dich, weil da zu viel Ungesagtes, Ungefühltes, Abgefühltes ist. Tage später kriegst du dann die verdiente Ansage. Tirade. Egoistisch. Kümmerst dich nur um dich. Läuft nicht immer nach deinem Willen. Versetz dich mal in andere hinein. Sei nicht nur auf dein eigenes Wohl bedacht. Lerne. Lerne oder du wirst verlieren.
Und dann weinst du Stunde um Stunde versteckt in der Wintermantelkapuze im Fernbus. Weinst, als ob du diejenige wärst, die Trost nötig hätte. Verdammt. Ein bisschen Ruhe, ein paar Wochen. Dann kannst du dich ja nochmal um meine Freundschaft bemühen. Ich warne dich. Zweite Chance. Liegt an dir. Es liegt jetzt an dir.

Du schreibst einen Brief und schickst ihn nicht ab. Du findest die Adresse wieder, schreibst sie auf den Umschlag, in dem die Karte steckt, die du seit vier Jahren hortest, die jetzt beschrieben ist mit nichtigen Worten, nichtigen Entschuldigungen, Verständnis und trüber Einsicht. Wer bin ich denn? Wie viel Affekt, wie viel wahr und was sagt das über mich? Egoistin, unempathisch. Lieber Freak, ich will nicht die sein, für die du mich nun hältst, aber ich will auch nicht so sein, wie du mich gerne hättest.
Auf der Suche, immer noch, immer wieder, für immer.

Und wenn man dann die nächste Donnerstagnacht schon wieder nicht im eigenen Bett schläft, ist das dann zwangsläufig Flucht? Jedes Mal: dieses Mal wird es anders sein. Aber es ist nie anders. Es ist immer erst gut und neu und vielleicht deshalb gut. Vergangenheitsaufarbeitung und immer kommt ein bisschen mehr Vergangenheit hinzu, die es zu erzählen gibt und immer wird ein kleines Stück weggelassen, weil es sich wiederholt und ich womöglich selbst schon vergesse. Trotzdem fühlt es sich gut an und wie ein kleines Glück. (Könnten doch alle kleinen Glücksgriffe nebeneinander bestehen und müssten sich nicht gegenseitig verdrängen.) Und nein, Freak, es stimmt nicht, dass ich nur auf meinen eigenen Vorteil bedacht bin, weil auf Zeit auch ich als Lichtblick zu fungieren versuche. Es ist ein gutes Gefühl, Hoffnung zu geben, aber ein schlechtes, unausgesprochene Versprechen nicht halten zu können. Aber es könnte auch jedes Mal anders sein. (Aber es könnte auch jedes Mal nur eine weitere Kompensation für irgendetwas sein.) Aber es könnte auch egal sein, zumindest für ein paar Wochen. Ein Sotunalsob. Die beste Zeit ist die, in der die eigene Unzulänglichkeit noch absent ist, weder mir noch meinem Gegenüber bewusst, einfach nicht von Belang. Die kurze Zeit, in der man einfach so tut als wäre es unzweifelhaft Glück.

Keine Liebes(v)erklärung

Hör doch mal auf… Hör doch mal auf, dich ständig… Hör doch mal auf mich. Hör mir doch mal zu. Vertrau doch mal. Mach dir doch nur einmal nur halb so viele Sorgen wie sonst. Vertrau mir doch mal. Sagst du. Wir kriegen das hin. Warum? Weil du das sagst. Weil ich gar nichts anderes zulasse. Verstehst du? Dein Wort ist Gesetz. Zumindest jetzt, hier, einmal. Hör doch auf, mir nur jedes zweite meiner Worte zu glauben, sag ich, fang doch an, dir selbst zuzuhören. Und mir. Uns. Uns beiden. Vielleicht merken wir plötzlich, dass wir aneinander vorbeireden. Oft. Vielleicht sollten wir nicht ständig aneinander vorbeireden, sondern mehr aufeinander zu. Keine Vorwürfe mehr. Du nicht mir, ich nicht dir, wir nicht uns selbst. Keine Missverständnisse, die sich nur allzu leicht vermeiden ließen. Keine Eifersucht. Nicht diese Eifersucht. Nicht so. Lieber anders. Aber auch nicht total verändert. Weil ich es ja eigentlich mag, wie es ist. Wenn es denn ist. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob es ist und was es ist, geschweige denn, was und wie es sein soll. Und in Büchern und im Internet findet man ja vieles, aber keine Gebrauchsanweisungen für Beziehungen. Bei Risiken und Nebenwirkungen… Keine Packungsbeilage zu meiner Packung Beziehung. Beziehungsweise keine Beziehung, die in eine Packung passt. Was gut ist. Wer will schon eine Beziehung, die sich in Packungen oder gar Schubladen stecken ließe? Nein. Dann lieber einmal öfter zweifeln, einmal öfter verzweifeln, einmal öfter streiten – einmal öfter versöhnen. Im Grunde sind wir doch glücklich miteinander. Sag mir doch, dass das Glück ist. Beweis mir doch, dass ich Glück für dich bedeute. Und du für mich. Einmal öfter verzweifeln – einmal öfter hoffen und finden, wonach man sich nicht traute zu suchen. Auf einmal sicher sein. Für fünf Minuten oder fünf Tage oder fünf Monate oder… Aber sicher sein, dass es sich lohnt. Für die nächsten fünf Minuten und Stunden und Tage und Wochen und… Ach, wer weiß. Wir müssen’s doch nicht wissen. Wir nicht und niemand sonst. Es jetzt zu wollen, das reicht doch. Dass ich mich jetzt für dich entscheide, das muss doch reichen. Das muss dir reichen. Mir reicht es, unser Jetzt. Und ich will keine Anleitung und keine Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen, sondern mit dir Leben erleben. Jetzt. Unser Jetzt.