Aus Versehen

Noch immer da. Oder wieder.
Vom Sommer neulich wachgeküsst.
Es lebt sich befreiter,
das Herz schlägt nun leichter.
Ein neues Stativ. Ein neues Gerüst.
Ein neues Spiel und Mut.

Schon immer da. Oder wieder.
Fast übersehen. Zum Glück gesehen,
dass es geht. Vielleicht doch.
Vielleicht erst jetzt, vielleicht immer noch.
Unerwartet. Unbedarft. Aus Versehen.
Wir sind aus Versehen gut.

Das Jahr mit Motto und erlogenem Glück

Arsch. Müsste ich ein Banner über die letzten 24 Monate spannen, das mein Verhalten betiteln sollte, käme ich wohl nicht besonders gut dabei weg. Es ist ganz schön, sich auch mal etwas herauszunehmen, das man sich zuvor nicht (zu)getraut hat; aus sich herauszugehen, Schritte zu machen, weil…warum denn nicht? Man kann aber auch zu weit gehen. Damit meine ich nicht nur Aufdenschlipstreterei, sondern vielmehr echtes Arschlochgehabe. Vor allem, wenn es die Falschen trifft und man es zu spät bemerkt. Ein Abend Egopinselei kann ziemlich viel kaputt machen. Und, ey, Bitch, so läuft das nicht: am Freitagabend willst du einen Mann, der dir die Meinung sagt, weil du merkst, dass er genervt ist (zurecht), vielleicht sogar verletzt (zurecht). Einen Mann, der den Mund aufmacht und nicht alles mit sich machen lässt, über sich ergehen lässt, weil er nett ist, dich mag (noch). Und du provozierst, stößt ihm vor den Kopf, lässt ihn auflaufen und wünschst dir idiotischerweise einen Ausraster, etwas, das dich davor immer so gestört hat beim anderen, aber ohne geht auch nicht. Immer nur lieb geht auch nicht. Es macht dich beinahe aggressiv, so untergründig aggressiv, dass er nicht auf den Tisch haut, weder wörtlich noch metaphorisch. Nur kurz, fast, aber zu wenig. Bist abweisend, aber nicht genug. Bist wütend, auf ihn, aber noch mehr auf dich, weil da zu viel Ungesagtes, Ungefühltes, Abgefühltes ist. Tage später kriegst du dann die verdiente Ansage. Tirade. Egoistisch. Kümmerst dich nur um dich. Läuft nicht immer nach deinem Willen. Versetz dich mal in andere hinein. Sei nicht nur auf dein eigenes Wohl bedacht. Lerne. Lerne oder du wirst verlieren.
Und dann weinst du Stunde um Stunde versteckt in der Wintermantelkapuze im Fernbus. Weinst, als ob du diejenige wärst, die Trost nötig hätte. Verdammt. Ein bisschen Ruhe, ein paar Wochen. Dann kannst du dich ja nochmal um meine Freundschaft bemühen. Ich warne dich. Zweite Chance. Liegt an dir. Es liegt jetzt an dir.

Du schreibst einen Brief und schickst ihn nicht ab. Du findest die Adresse wieder, schreibst sie auf den Umschlag, in dem die Karte steckt, die du seit vier Jahren hortest, die jetzt beschrieben ist mit nichtigen Worten, nichtigen Entschuldigungen, Verständnis und trüber Einsicht. Wer bin ich denn? Wie viel Affekt, wie viel wahr und was sagt das über mich? Egoistin, unempathisch. Lieber Freak, ich will nicht die sein, für die du mich nun hältst, aber ich will auch nicht so sein, wie du mich gerne hättest.
Auf der Suche, immer noch, immer wieder, für immer.

Und wenn man dann die nächste Donnerstagnacht schon wieder nicht im eigenen Bett schläft, ist das dann zwangsläufig Flucht? Jedes Mal: dieses Mal wird es anders sein. Aber es ist nie anders. Es ist immer erst gut und neu und vielleicht deshalb gut. Vergangenheitsaufarbeitung und immer kommt ein bisschen mehr Vergangenheit hinzu, die es zu erzählen gibt und immer wird ein kleines Stück weggelassen, weil es sich wiederholt und ich womöglich selbst schon vergesse. Trotzdem fühlt es sich gut an und wie ein kleines Glück. (Könnten doch alle kleinen Glücksgriffe nebeneinander bestehen und müssten sich nicht gegenseitig verdrängen.) Und nein, Freak, es stimmt nicht, dass ich nur auf meinen eigenen Vorteil bedacht bin, weil auf Zeit auch ich als Lichtblick zu fungieren versuche. Es ist ein gutes Gefühl, Hoffnung zu geben, aber ein schlechtes, unausgesprochene Versprechen nicht halten zu können. Aber es könnte auch jedes Mal anders sein. (Aber es könnte auch jedes Mal nur eine weitere Kompensation für irgendetwas sein.) Aber es könnte auch egal sein, zumindest für ein paar Wochen. Ein Sotunalsob. Die beste Zeit ist die, in der die eigene Unzulänglichkeit noch absent ist, weder mir noch meinem Gegenüber bewusst, einfach nicht von Belang. Die kurze Zeit, in der man einfach so tut als wäre es unzweifelhaft Glück.

Jedes Glück zu seiner Zeit

Das Wochenende hab ich vor allem dort verbracht, wo ich mich mehr heimisch gefühlt habe als Zuhause. Am Freitag kamen wir aus dem Urlaub zurück, Stunden später saß ich in der Bahn Richtung Hamburg. Immer begleitet von einem bittersüßen Gefühl. Manchmal bedeutet ein neuer Mensch, einen anderen fallen zu lassen. Nicht absichtlich. Sondern weil manche Menschenkombinationen unkompatibel sind. Ich will trotzdem nicht loslassen. Deshalb ist es im Moment eine ziemliche Strauchelei. Dennoch war das strauchelnde Wochenende schön. Wirklich schön und einfach und sorglos. Die Luft war lau, die ganzen Nächte über. Die Stadt war voll, es war ruhig und laut zugleich, Gewohnheit und Abenteuer. An der Binnenalster hat es gesummt, getrudelt, gesungen, gelebt. Im Rewe in der Europa Passage gab es kein gekühltes Bier mehr, auf der Reeperbahn wurde es stetig voller. Wir liefen und schliefen Arm in Arm, meine Gedanken waren mal hier und mal dort, mein Akku war leer, ich fühlte mich sicher, so unerreichbar wie in einem Paralleluniversum, in dem der Rest nicht zählt. Am späten Nachmittag stattete ich dem Elternhaus einen Besuch ab, duschte, aß, zog mich um, um wieder in meine Parallelwelt zu flüchten. Das Wetter war perfekt. Warm, dunkel, auf der Fensterbank sitzend fühlte ich einen leichten Wind und wäre ich in dem Moment aus dem dritten Stock gefallen, wäre ich glücklich gestorben. Aber ich fiel nicht. Stattdessen liefen wir erneut zu Fuß zur Reeperbahn. Es war schon kurz vor Mitternacht und mehr los als am Freitag. Ich trug Rock statt Hose, was offenbar auch nochmal Grund genug für dämliche und uninspirierte Sprüche ist, die vielleicht irgendwo als Anmache gedacht gewesen wären, aber keiner Beachtung wert waren. Außerdem hielt er meine Hand, lotste mich durchs Gewühl und den Gestank. Wir durchquerten beides freudestrahlend und nirgendwo hätte ich lieber sein wollen – in diesem Moment. Es wurde später, es wurde hell. Wir wanderten in Richtung Hafen, der Fischmarkt war noch leer, erst halb aufgebaut, die Marktschreier wohl noch zu müde zum Schreien. Es fing zu nieseln an, als wir uns ans Hafenbecken setzten, die Beine baumelnd und Erdbeeren essend. Die Tropfen fielen aufs Wasser, Menschen liefen hinter uns umher, wir noch halb betrunken, müde sowieso und ruhig. So soll es sein, dachte ich. Das sind Momente, die das Leben ausmachen. Das ist ein Moment, der bleibt. Ich sagte ihm das. Kennst du die Momente, in denen du einfach weißt, dass du sie nie vergisst? Er hat mich angelächelt und genickt, sich auf den Rücken gelegt und in den Regenhimmel geschaut. Wir wachten kurze Zeit später wieder auf, weil der Regen stärker wurde. Sahen Beine, die um uns herumgingen. Durch den Regen nach Haus. Wie selbstverständlich. Müde und erschöpft, aber nicht kaputt. Ich fühlte mich sehr heil, sehr wohl. Gedankenbisse kamen erst am nächsten Tag. Was sagt dein Herz, Karo? Es sagt, sei glücklich, wenn du kannst. Sei glücklich, wenn du weißt, wie. Und es sagt, vergiss nicht. Vergiss nicht, was du wolltest, denn es hatte einen Grund, dass du das wolltest und es wird dir leidtun, wenn es verloren ist. Ich bin dabei zu verlieren, weil ich einen Tausch gegen ein paar Stunden gewonnenes Glück eingehe. Dabei weiß ich nicht mal, was genau ich verliere? Einen Menschen? Eine Hoffnung? Einen Mann? Eine Liebe? Eine Möglichkeit? Eine Idee? Einen Wunsch? Potenzielle Erfülltheit? Wirf das potenzielle Optimum in eine Waagschale mit realem Teilzeitglück. Warum in die Ferne schweifen…

Ich will nichts loslassen. Ich will alles – zu seiner Zeit.

I wish I still had your sunglasses – you’d need to meet me again to get them back

Ich liebe diese Stadt. Ich liebe Hamburg mit all seinen Facetten. Ich liebe den Hafen und die Hafencity. Das Wasser, die Schiffe, die Geräuschkulisse. Ich liebe die Reeperbahn mit ihrem Dreck und ihrer Schönheit, ihrem Leuchten und Glitzern und Torkeln und Taumeln und wie sich nachts eine eigene Welt aufspannt auf St. Pauli. Irgendwo zwischen Abscheu und Gücksgefühlen. Seit Monaten war ich gestern mal wieder dort. Ziemlich ungeplant. Geht man mit neuen Leuten durch eine Stadt, sieht man sie noch einmal völlig anders. Ich sah weniger und mehr. Ein anderer Fokus, eine andere Wahrnehmung. Neben der Konzentration auf die Wellen, die ein vorbeifahrendes Boot auslöst, auch die auf eine Narbe an der Hand. Was für Geschichten kommen aus fremden Mündern? Was davon bleibt in Erinnerung, setzt ein Bild zusammen von der Person? Was rückt in den Hintergrund? Welche Sätze verfliegen und welche bleiben kurz in der Luft stehen, bevor sie hängen bleiben? Jemanden anzusehen und an nichts zu denken, ist gut. Denn dann wäre ich nicht lieber woanders, sondern bin gerade am richtigen Ort, zumindest für den Augenblick. Daran möchte ich mich erinnern, auch wenn es nicht weiter von Bedeutung sein sollte. Wenn du jemandes Hand berührst und plötzlich hält er die deine. Ich brauch kein „für immer“, ich brauch kein Versprechen, ich brauche das Jetzt. Ich brauche mehr dieser Momente mit dem Gefühl von „Jetzt. Hier. Und nirgendwo anders will ich sein.“

Was du willst

Liebe Damen und Herren, liebe Zufallsleser und Zufallsleserinnen, liebe Abonnenten und Abonnentinnen – ja, liebe Zufallsleser und Zufallseserinnen, dieser Blog hat tatsächlich Abonnenten! Ich bin selbst erstaunt, da in ner letzten Woche ein plötzlicher Schwall dazukam. Nur aber um Missverständnisse zu vermeiden und die Dimensionen klarzustellen: der „Schwall“ beinhaltet drei Menschen. (Fühlt euch gegrüßt, ich fühle mich erfreut!) Aber wenn drei Menschen ein Zuwachs um knapp 50 % bedeuten, ist das schon eine ganze Menge!

Ich war von Donnerstag bis Samstag auf der Flucht aus meinem Trott, nicht nur mental, sondern auch physisch. Ich nahm eine sich nach Ewigkeit anfühlende Busfahrt auf mich, um nach Mainz zu kommen und dort einen Freund, der zufällig ein Ex-Freund ist, zu besuchen. Manche finden das eigenartig, aber da er anteilig mehr guter Freund als fieser Ex-Freund ist, finde ich das nicht. Und es war schön. Wir waren draußen, haben uns gut unterhalten, tranken Bier und sahen Fußball, ich hab sein aktuelles Leben und die Menschen darin kennen gelernt und mich gut gefühlt. Wenn ich meine Freunde nie sehe, vergesse ich manchmal, dass ich welche habe. Der Ausflug nach Mainz war Erinnerung und Gedankenstütze.

Als ich nach insgesamt achtstündiger Reise wieder in Hamburg ankam und die letzte Etappe der Rückreise, die Bahnfahrt nach Hause, antrat, dazu gute Musik in den Ohren hatte, ging es mir wirklich gut. Hamburg, du wunderschönes Hamburg, irgendwann werde ich dich tatsächlich mein Zuhause nennen. Irgendwann werde ich zurückkehren und es wird dort einen Platz für mich geben. Solange werde ich mich woanders üben – auch nur ein weiterer Schritt Richtung Zukunft – und im Grunde ist es weniger ausschlaggebend, wo das sein wird und wie der Master-Studiengang nun exakt heißt und ob er zulassungsbeschränkt ist oder nicht und ob die Uni den besten Ruf hat oder einen unbegründet mittelmäßigen – ausschlaggebend ist doch viel mehr, was man…was ich daraus machen werde,

Jedenfalls stieg ich am Samstagabend in Hamburg in die U-Bahn, hörte Musik, in deren Takt man gut lächeln kann und fand alles wunderschön. Ich fand es wunderschön, wie eine andere person ein paar Meter weiter ebenfalls Musik hörte und dazu mit dem Kopf wippte. Wie ein Mädchen in ihr Brötchen biss und sich auf dem Schoß krümelte. Wie ein Paar sich umarmend verabschiedete. Wie ein junger Mann seine Zeitung las. Wie zwei Frauen sich zu ihm auf die Bank setzten, sich laut unterhielten und er schmunzelte. Wie jemand die Treppen zum Gleis hinunterhastete und gerade noch die Bahn erwischte. Wie sie losfuhr und beschleunigte. Wie einer zur Tür ging, der mein Lächeln bemerkte, wie wir kurz Blickkontakt hatten, er wegguckte, ausstieg und nochmal zurückguckte, bevor die Bahn weiterfuhr. Manchmal strahlt die Welt, obwohl der Himmel wolkenverhangen ist. (Wolkenverhangener Himmel in Hamburg, so was gibt’s?!) Manchmal strahlt die Welt unter dem Blick, mit dem man sie betrachtet.

Du bist, wer du sein willst. Willst du unsichtbar und unscheinbar sein, dann bist du es. Willst du dein Leben und die Welt und die Menschen um dich herum verabscheuen, dann wird es so sein. Willst du glücklich sein und deinem Gegenüber mit einem freundlichen Blick einen kurzen besseren Moment verschaffen, so kannst du auch das. Es liegt in dir. Alles liegt in dir, deine Entscheidungen, deine Weltsicht, deine Einstellung und deine Möglichkeiten ausgebreitet vor dir; nur manchmal noch verdeckt. Greif zu. Decke auf. Wühle und schöpfe. Du bist, was du sein willst.

Glück II

Und irgendwie hat alles auch sein Gutes. Etwas Blödes gemacht, ja, aber ehrlich damit umgegangen. Wenn das nun das Resultat ist, dann hatte der Fehler einen tieferen Sinn. Glückstiftend.

Ich hatte ein wunderbares Wochenende. Es war nicht, wie ich es mir vorgestellt oder gewünscht hätte. Es war überraschend und mehr als das. In eine andere Welt eingetaucht und so herzlich dort aufgenommen worden. So plötzlich wieder hier zu sein, lässt das Wochende wie einen Traum erscheinen. So unwirklich perfekt, unkompliziert, wohlig. Und nicht mal einmalig.

Sich zu entscheiden, heißt Opfer zu bringen. Das tu ich nicht gern. Ich hätte es lieber alles, schön drapiert, immer griffbereit. Aber man kann Menschen nicht in einem virtuellen Regal aufreihen wie eine Sammlung Freunde aus Überraschungseiern. Manche lassen sich nicht nebeneinander setzen. Manche lassen sich nicht halten.

Es ist traurig, ja. Aber wenn ich heute deswegen weine, dann lächle ich dabei. Ist das nicht doch zu viel Glück? Darf ich es denn ansehen oder geht es dann kaputt? Doch ich sah es bereits. Und es war so schön. So schön und ich möchte es bitte behalten. Ich kümmere mich diesmal auch besser drum, ich verspreche es. Liebes Glück, bleib.

Ich will mein Leben nicht leben als sei es unendlich.

Denn das ist es nicht, soll es nicht sein. Ich will es aber auch nicht völlig kopflos und unüberlegt leben. (Als könnte ich das. Als könnte ich das jemals.) Aber ich will Dummheiten machen und sie nicht bereuen. Ich will Dinge tun, nur weil ich Lust dazu hab und nicht, weil sie mir langfristig sinnvoll erscheinen. Ich will auf Partys gehen, auf denen ich die Menschen nicht kenne und sie für eine Nacht kennen lernen und für eine Nacht dazu gehören. Zu dieser einmaligen Gemeinschaft. Ich will das Leben feiern. Ich will im einen Moment laut sein und im nächsten leise. Ich will den einen um Mitternacht küssen und mit dem anderen einschlafen dürfen. Ich will machen, was sich in diesem Moment gut anfühlt. Ich will nicht verleugnen, was ich will. Ich will wollen dürfen. Ich will jetzt mein Leben leben, wie ich es jetzt leben will – und es nicht jetzt so leben, wie ich es für immer leben will. Ich will ehrlich sein können, ohne dass andere Verletzungen davontragen. Ich will keine Spur der Verwüstung und Verwirrung hinterlassen. Ich will doch nur glücklich sein. Ich will mich nicht an Versprechen und Vermutungen klammern; ich will die augenblickliche Wahrheit.
(Gibt es das? Gibt es vergängliche Wahrheit? Wäre es dann noch Wahrheit? Und wenn nicht, was ist dann das, was ich für die augenblickliche Wahrheit halte? Was war es, so gut es auch zu sein schien, wenn es vorbei ist und seine Gültigkeit verloren hat? Gibt es einen Wahrheitsanspruch?)

Mich beschleicht das Gefühl, ein schlechter Mensch zu sein. Obwohl ich nur die Endlichkeit des Lebens loben will. Und es mir meistens nicht gelingt und sich keiner beschwert. Ist Glück für mich so anders als für andere? Können die Bedeutungen von Glück so sehr voneinander abweichen? Und wie kann man überhaupt dauerhaft glücklich sein?